5 falsche Lernmythen, die jeder glaubt

Kennst du das Gefühl, wenn man schon immer von etwas überzeugt war und dann auf einmal herausfindet, dass es gar nicht stimmt? Zum Beispiel: Es dauert keine sieben Jahre bis sich ein verschluckter Kaugummi im Magen aufgelöst hat. Ebenso bekommst du keine schlechte Augen, wenn du zu nah vor dem Fernseher sitzt.

Ebenso gibt es unzählige Lernmythen, die sich hartnäckig halten. Wir haben die bekanntesten 5 Lernmythen untersucht und sagen dir, was dran ist.

1. Abtippen ist genauso effektiv wie Schreiben

Findest du es auch viel angenehmer, schnell mal kurz was in Word abzutippen als mühselig auf dem College-Block zu kritzeln? Schon klar. Dabei hast du dir bestimmt schon mal gesagt, dass beides gleich effektiv ist. Stimmt aber leider nicht! Eine Studie, die an der Princeton University durchgeführt wurde zeigt, dass Teilnehmer, die am Laptop getippt haben, sich weniger merken und weniger wiedergeben konnten als Teilnehmer mit handgeschriebenen Notizen (Quelle). Also, Stift in die Hand und los geht’s.

2. Es ist besser, ein Themengebiet nach dem anderen zu lernen

Erst Bio fertig lernen und sich dann auf Mathe konzentrieren? So lernen die meisten. Doch tatsächlich ist es so, dass Abwechslung der Schlüssel zum Erfolg ist. Lieber eine dreiviertel Stunde ein Thema lernen, dann eine kurze Pause einlegen, um dann mit einem anderen Fach oder Thema weitermachen. Ähnlich wie beim Sport: Du würdest ja auch keine 2 Stunden am Stück Kniebeugen machen sondern wechselst zwischen verschiedenen Übungstypen und Muskelgruppen.

3. Wenn ich zu früh anfange, vergesse ich das Gelernte wieder

Auch wenn es sich manchmal vielleicht so anfühlt – du vergisst nicht wirklich Dinge, die du schon gelernt hast. Tatsächlich ist es so, dass die Sachen, die du scheinbar vergessen hast, beim nochmaligen Lernen intensiviert und somit im Langzeitgedächtnis abgespeichert werden. Und wie du weißt, kommt es genau darauf beim Lernen an. Deshalb fange frühzeitig an zu wiederholen! Es lohnt sich.

4. Alles, was ich wissen muss, steht im Buch

Schön wär’s! Ganz so einfach ist es aber nicht. Dein Lehrer oder Dozent hält nicht umsonst Vorträge – während dem Unterricht mitschreiben hilft dir beim späteren Vorbereiten auf Klausuren. Zwar findest du im Buch kurze Zusammenfassungen, doch das ist oft nicht ausreichend. Das, was dein Lehrer zusätzlich sagt, trägt zum besseren Verständnis (auch im Nachhinein) bei und hilft dir, dich auf die Prüfung zum Thema vorzubereiten. Auch wenn du zum Zeitpunkt des Unterrichts alles verstehst, heißt das noch lange nicht, dass du ein paar Wochen später noch alles problemlos nachvollziehen kannst.

5. Unter Druck kann ich besser arbeiten

Der Klassiker: Prokrastinieren bis zur allerletzten Minute und dann büffeln bis zum Einschlafen. Zeitdruck bringt dich zwar dazu, intensiv zu arbeiten und du wirst auch das ein oder andere gute Ergebnis produzieren, doch das Gelernte wirst du auch genauso schnell wieder vergessen. Besonders bei der Abiturvorbereitung kommt es darauf an, Informationen langfristig abzuspeichern und in verschiedenen Zusammenhängen wieder abzurufen. Lerne also, rechtzeitig zu lernen und fange mit kleinen Schritten an. Eine halbe Stunde am Tag kann schon den Unterschied ausmachen!

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Mal ehrlich: Wie viele dieser Lernmythen hast du insgeheim geglaubt? Uns kamen einige bekannt vor. Und während wir von falschen Mythen sprechen… Bakterien warten übrigens auch keine drei Sekunden, bevor sie auf dein heruntergefallenes Essen springen. Sorry!

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