Frist verpasst? So klappt es trotzdem mit dem Studienbeginn im Herbst

Ewig aufgeschoben, verplant, vergessen oder einfach nicht gewusst: Am 15. Juli war Bewerbungsfrist für den Studienbeginn im Herbst. Wenn du geplant hattest, ab Oktober Student zu sein, dich aber nicht rechtzeitig eingeschrieben hast, wird es schwer, noch einen Platz zu ergattern. Aber nicht unmöglich! So könnte es trotzdem noch klappen:

1. Räumlich flexibel sein

Erweitere deinen Radius und suche deutschlandweit nach freien Plätzen. BWL mag an Unis in München oder Berlin zulassungsbeschränkt und sehr beliebt sein, doch in Rostock oder Darmstadt kann das ganz anders aussehen. Suche nach Universitäten oder Fachhochschulen, an denen der Andrang geringer ist. Viele davon haben spätere Fristen – beispielsweise läuft in Münster die Frist für zulassungsfreie Studiengänge erst am 15. August ab.

2. Online bewerben

Das Abtelefonieren von Unis in ganz Deutschland ist sehr zeitaufwändig. Deswegen kannst du dich beim Portal Hochschulstart anmelden und dort einsehen, welche Fristen an welchen Orten noch nicht abgelaufen sind. Doch das Beste: Für diesjährige Abiturienten ist die Bewerberfrist über das Portal erst am 30. Juli. Die Stiftung Hochschulstart vergibt Plätze an Abiturienten mit sehr guten Noten, an die mit den meisten Wartesemestern aber vor allem (60% der Plätze) an die, deren Notendurchschnitt weniger gut ist, aber den Anforderungen der jeweiligen Uni entsprechen. Also z.B. Sportbegeisterte, Abiturienten mit vielen Geschwister, Katholiken, usw.
Bei der Stiftung für Hochschulzulassung muss man sich übrigens auch für bundesweit zulassungsbeschränkte Studiengänge (wie Medizin) anmelden um sich zu bewerben.

3. Nachrücken

Losverfahren und Nachrückplätze werden deine liebsten Wörter sein.
Heutzutage führen die meisten Hochschulen intelligente Datenbanken. Die meisten Abiturienten bewerben sich nicht nur auf einen Studienplatz. Wenn sich jemand für Psychologie in Gießen, Mainz, Hamburg und Berlin eingeschrieben hat und letztendlich den Platz in Mainz annimmt, wird er aus den Datenbanken der anderen Unis gelöscht. So wird Platz für sogenannte nachrückende Bewerber frei. Bewerber, die die Frist verpennt haben, können sich im oben genannten Bewerbungsportal (www.hochschulstart.de) anmelden und sich dort für mehrere Studiengänge an verschiedenen Orten eintragen. Werden dort dann Plätze frei, werden diese unter den Bewerbern verlost.

4. Härtefallantrag stellen

Last but not least: Der Härtefallantrag. Zugegebenermaßen nur für die wenigsten zutreffend, schließlich werden nur zwei Prozent aller Studienplätze für sogenannte „Härtefälle“ freigehalten. Wer einen Antrag stellt und dieser genehmigt wird, wird sofort zugelassen. Natürlich kann nicht jeder behaupten, er sei ein Härtefall – es müssen wichtige Gründe für das Versäumen der Frist nachgewiesen werden.
Wer schwer krank ist oder unter einer starken Behinderung leidet und ein Wartesemester deshalb nicht in Frage kommt, fällt unter diese Sonderregelung. Ob das für dich in Frage kommen könnte, kannst du hier nachlesen.

Falls alles nichts bringt – es ist nicht so tragisch, erst ein halbes oder ganzes Jahr später anzufangen. Suche dir einen Nebenjob und spare schon mal auf die erste eigene Wohnung. Oder noch besser: Sammle schon mal etwas Berufserfahrung mit einem Praktikum. Alternativ bietet sich immer eine Zeit im Ausland an. Wie ein Auslandsjahr dein Leben bereichert, verrät dir der Artikel Warum ein Jahr als Au Pair eine gute Idee ist.

Wir drücken die Daumen!

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