Ich kann vieles, aber nichts richtig – was soll ich werden?

Wenn du dich in der Schule umschaust, stellst du fest, dass sich deine Klassenkameraden in kleine Gruppen unterteilen lassen: Die Möchtegern-Schweinsteiger aka die Sportlichen, die Brains die sich regelmäßig über 14 Punkte beschweren und die kleinen Mozarts, die jede freie Minute im Musiksaal verbringen. Dann gibt es noch kreative Köpfe, extrovertierte Theatermitglieder und die IT-Spezialisten. Jeder scheint eine genaue Vorstellung davon zu haben, was er nach dem Abi machen will: Medizin studieren, Sport und Mathe auf Lehramt, auf die Musikhochschule gehen, Schauspieler werden.

Wo will ich hin?

Und du? Du passt irgendwie nirgendwo so richtig rein. Deine Noten liegen im durchschnittlichen Bereich, weder besonders schlecht noch besonders gut. Prinzipiell siehst du das überhaupt nicht als Problem an. Doch je näher das Abitur rückt, desto größer steht die Frage im Raum: Was will ich werden? Die Eltern und Freunde wollen es auch langsam wissen und du kriegst langsam Panik. Denn du denkst: Was kann ich denn eigentlich?
Bei sämtlichen Berufstests in der Schule oder Selbsttests im Internet kamen bizarre Vorschläge als Ergebnis, die deiner Meinung nach so überhaupt nicht zu dir passen. Diverse Jobmessen verlässt du völlig überfordert und mit viel zu vielen Kugelschreibern. Doch wie findet man dann heraus, was man mal machen will, wenn man doch vieles einigermaßen gut kann aber eigentlich auch nicht?

Tipp: Lerne dich selbst kennen

Das klingt jetzt sehr nach „innere Mitte finden“ mit Klangschale und Regenholz. Doch Fakt ist, wenn du dich darauf konzentrierst, was dich wirklich ausmacht, kommst du der Entscheidung, was du später mal werden willst viel näher. „Wie lernt man sich denn selbst kennen?“ fragst du dich bestimmt. Selbsteinschätzung fällt vielen Leuten schwer. Frag doch mal deine besten Freunde oder deine Eltern was dich ihrer Meinung nach ausmacht. Finden sie, dass du geduldig und zuvorkommend bist? Pragmatisch oder eher emotional? Vielleicht haben sie ja auch schon eine Vorstellung davon, in welchem Beruf sie dich mal sehen.

Möglichkeit 1: Gap Year

Falls du so nicht weiterkommst, dann empfiehlt sich ein sogenanntes Gap Year nach dem Abitur. Dieses „Lückenjahr“ ist dazu da, sich zu orientieren und eine Auszeit zu nehmen. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig: Vom FSJ in einer sozialen Einrichtung im In- oder Ausland, Work & Travel, Rettungssanitäter oder Au Pair – für jeden ist was dabei. Vielleicht kommst du bei der Arbeit im Hostel in Australien auf den Geschmack und beschließt, Hotelfachmann oder –frau zu werden. Oder möchtest Elementarpädagogik oder Anglistik nach deinem Au Pair Jahr studieren. Vielleicht lernst du auch einfach jemanden kennen, der einen spannenden Beruf hat. Weit weg von deiner üblichen Umgebung merken die meisten, was sie interessiert und was nicht.

Möglichkeit 2: Praktika

Wenn du nicht der Typ bist für ein Gap Year dieser Art, lohnt es sich Praktika zu absolvieren. Diese müssen ja nicht monatelang sein, aber ein paar Wochen Betriebsluft zu schnuppern ist empfehlenswert. So stellt man schnell fest, ob man sich vorstellen könnte, in diesem Bereich zu arbeiten oder nicht. Sowohl Praktika als auch Auslandserfahrung kommen im Lebenslauf für spätere Bewerbungen gut an.

Bleibe flexibel

Keine Panik wenn du dich direkt nach dem Abitur für eine Ausbildung oder ein Studium entschieden hast und im Laufe der Zeit sich herausstellt, dass es doch nichts für dich ist. Nach der Ausbildung gibt es immer die Möglichkeit, sich in eine etwas andere Fachrichtung weiterzubilden. Ein Studienfach kann man wechseln. Oder nach Abschluss kannst du als Quereinsteiger anfangen – was die Berufswahl angeht ist nichts in Stein gemeißelt.

Ach übrigens – vielleicht hilft dir ja auch das ein oder andere Karrieregame weiter. Oder auch die zahlreichen Unternehmensprofile und Stellenanzeigen in den TOUCHDOWN Jobwelten? Schau doch einfach mal vorbei!

 
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